SIM-Karte ins Ladegerät stecken? Die Wahrheit hinter diesem viralen „Trick“

Vorsicht, bevor Sie das ausprobieren!

Vielleicht haben Sie schon Videos gesehen, die behaupten, dass das Einstecken einer SIM-Karte in ein Ladegerät auf magische Weise das Signal verstärkt, die Datenübertragung beschleunigt und sogar die Akkulaufzeit verlängert. Es klingt verrückt, geheimnisvoll und seltsam überzeugend.

Aber so sieht die Realität aus:

Eine SIM-Karte ist lediglich ein kleiner Chip, der die Teilnehmerinformationen speichert, damit sich Ihr Handy mit einem Mobilfunknetz verbinden kann. Sie sendet kein Signal, verstärkt keine Frequenzen und interagiert auch nicht auf irgendeine Weise mit dem Ladegerät. Die einzige Aufgabe eines Ladegeräts ist es, Strom aus der Steckdose in sicheren Strom für Ihr Gerät umzuwandeln. Zwischen einer SIM-Karte und einem Ladegerät findet keinerlei Kommunikation statt.

Der Versuch, eine SIM-Karte mit Gewalt in die Kontakte eines Ladegeräts zu stecken, ist gefährlich. Sie könnten einen Kurzschluss verursachen, die Steckdose beschädigen oder sogar einen Brand auslösen. Im besten Fall passiert nichts. Im schlimmsten Fall zerstören Sie Ihre Geräte oder verletzen sich selbst.

Warum wirken diese Videos also so überzeugend?

Sie setzen auf selbstbewusstes Auftreten, technisch klingende Formulierungen und geschickte Bearbeitung, die den Eindruck erwecken, es passiere etwas Dramatisches. Doch dahinter steckt kein technischer Trick – nur ein weit verbreiteter Mythos.

Wenn Ihr Empfang zu Hause schwach ist, finden Sie hier wirksame Lösungen:

Nutzen Sie WLAN-Anrufe, falls Ihr Handy dies unterstützt.

Stellen Sie Ihren Router an einen zentralen, erhöhten Ort.

Fragen Sie Ihren Mobilfunkanbieter nach einem Signalverstärker oder einer Femtozelle.

Wechseln Sie zu einem Anbieter mit besserer Netzabdeckung in Ihrer Region.

Keine versteckten Tricks. Keine geheimen Kniffe. Nur praktische Lösungen.

Und auf keinen Fall SIM-Karten in Ladegeräten aufbewahren.